Inspirationen von Luwarians für die Feiertage

Luware vereint viele Nationalitäten, Kulturen und Persönlichkeiten. So unterschiedlich unsere Luwarians, so auch ihre Weihnachtstraditionen und Aktivitäten vor und während der Ferientage. Hier ein paar persönliche Traditionen und Pläne von Luwarians – und vielleicht neue Ideen und Inspirationen für die eigenen Feiertage.

Melina  kenianisches Essen; zur Abwechslung mal in der Schweiz

«In den letzten 10 Jahren habe ich nie wirklich Weihnachten gefeiert. Ich war während der Feiertage meistens auf Reisen – Gleitschirmfliegen in Südafrika, Party mit Fremden in Chile, Bergsteigen in Neuseeland, Skifahren in den Schweizer Bergen. Dieses Jahr wollte ich eine enge Freundin in den USA besuchen, was offensichtlich und leider nicht zustande kam. Da ich in der Schweiz bin, hatte ich geplant, diese Weihnachten eher traditionell zu verbringen – bei meinen Eltern, zusammen mit meinem Bruder und meinem Freund. Und dann kam die Corona-Überraschung: mein Freund wurde positiv getestet und wir beenden nun gerade unsere gemeinsame Isolation. Vielleicht nicht die beste Zeit für einen Besuch bei den Eltern, weshalb mein Freund und ich stattdessen zu zweit ‹feiern›: Wir werden Chapatis (ostafrikanisches Fladenbrot) und einen Hühnereintopf mit Sukuma wiki (Federkohl) kochen – ein traditionelles Festessen aus Kenia, wo mein Freund aufgewachsen ist. Und dann werden wir unser albernes Discolicht einschalten und zu afrikanischer Musik tanzen.»

Melina Merkle Head of Marketing in Zurich

Olga – Kleine Feier mit der engsten Familie  

Als ich in Weissrussland lebte, begannen meine Feierlichkeiten am 24. Dezember (obwohl die meisten Weissrussen traditionell Neujahr feiern). Mit 15-20 Verwandten im Haus war der Weihnachtstisch immer reichlich gedeckt mit traditionellen, vegetarischen Gerichten, da dem Weihnachtsfest die Fastenzeit folgte. Der Tag war voll Gelächter, Geplauder und Geschichtenerzählen, um sich an die Verwandten zu erinnern, die nicht mehr unter uns sind. Am 25. ging die Feier von morgens bis abends in einer freundlichen Familienatmosphäre weiter. Mein Mann und ich behielten die Geschenke bis zum 31. auf, da wir Weihnachten getrennt und mit unseren eigenen Verwandten feierten.

Vor kurzem sind wir nach Chicago in den USA gezogen, was unsere Weihnachtstradition sehr verändert hat. Da wir hier erst wenige Freunde haben und vor allem in der aktuellen Situation, werden mein Mann, mein Sohn und ich eine kleine Feier bei uns zu Hause machen.

Olga Nevich QA Testing Engineer in USA

Chris F. – Britisch-kolumbianische Verschmelzung  

«Als halb Kolumbianer, halb Brite beginnt mein Weihnachtsfest bereits am 24. Dezember. Normalerweise kocht meine Mutter ein traditionell kolumbianisches Abendessen für unsere enge Familie. Dann besuchen wir einen Verwandten und essen weiter, plaudern, wichteln und packen um Mitternacht Geschenke aus. Gegen 2 oder 3 Uhr morgens gehen wir nach Hause und mein Vater kocht das Fleisch für den nächsten Tag, während alle anderen schlafen gehen. Das Weihnachtsessen am 25. findet in zwei Sitzungen statt, da rund 30 Verwandte vorbeikommen und wir nicht alle an einem Tisch oder gar im selben Raum unterbringen können. Das Weihnachtsessen ist britisch (gebratenes Fleisch, Kartoffeln, Rosenkohl, Gemüse usw.). Am Ende des Tages sind alle Gäste im ganzen Haus verstreut, es wird viel getrunken, geplaudert, gelacht und am nächsten Tag folgt ein mässig toller Kater.

Dieses Jahr ist leider etwas anders. Wir halten uns an die Richtlinien der britischen Regierung und werden unsere Weihnachtsfeier viel einfacher und kleiner halten (ich bin sicher, meine Leber freut sich darüber😉).»

Chris Foot Marketing Executive in London

Tatsiana – Das Salat-Argument gewinnen 

«In Weissrussland feiern wir Neujahr; selbstverständlich mit viel Essen. In meiner Familie beginnt unser Tag mit Pfannkuchen, gefüllt mit Hüttenkäse und Rosinen (nach einem geheimen Familienrezept). Dann beginnt das Kochen, um alles für das Abendessen vorzubereiten, einschliesslich meines Lieblingssalats Seledka pod Shuboi (Hering unter dem Pelzmantel). Dieser Salat bietet jedes Jahr Anlass für eine ernsthafte Diskussion mit meinem Mann – er mag die Rote Bete gerieben, ich mag sie gehackt. Raten Sie mal, wer normalerweise gewinnt 😉. Dann decken wir den Tisch, schauen unsere Lieblings-Neujahrskomödien im Fernsehen an – wie wir er als Kinder traditionell machten, stellen Mandarinen auf den Tisch und machen die Süssigkeiten für den Nachtisch parat. Diese Zeit des Jahres ist für mich etwas ganz Besonderes, denn dann vergesse ich alles andere in unserem Leben und schätze die Zeit, die wir als Familie zusammen verbringen».

Tatsiana Kamarova Senior QA Engineer in Weißrussland

Chris – Weihnachten ohne Geschenkstress, dafür mit Brettspiel-Battles

«Normalerweise geniesse ich die Ferientage mit meiner Frau fern ab vom Weihnachtsstress, in der Wärme oder im Schnee, mit Auftank-Aktivitäten wie Wandern, Tennis oder Schnorcheln. Dieses Jahr geht das selbstverständlich nicht. Wir bleiben Zuhause in unserem gemütlichen Haus in Hamburg und treiben unseren Sport in der Umgebung. Abends werden wir uns ein Brettspiel-Battle liefern – ganz ohne Völlerei, Geschenkestressfrei und komplett Corona-konform. Sehr empfehlenswerte Spiele für zu zweit sind übrigens Village, Tzolkin oder Die Legenden von Andor

Christopher Zier Account und Sales Manager in Deutschland